Es ist so weit.
Nach über 20 Jahren “Raucherkarriere” habe ich in der Neujahrsnacht um 04:30 meinen Tabaksbeutel und mein Zippo in die Schublade gelegt.
Plötzlich war ich Nichtraucher!
Was sollte mich erwarten? Ich war nur moralisch vorbereitet, medizinisch gesehen hätte ich unvorbereiteter nicht sein können. Keine Pflästerchen und Kaugummis, nichts, ein “kalter Entzug” also.
Die Nachwehen der Neujahrsnacht machten den ersten Tag des Entzuges völlig irrelevant, da mein Körper mit der Verarbeitung anderer Gifte beschäftigt war.
Der zweite Tag war schon spannender. Ich erwachte deutlich nervös. Mein Stoffwechsel schien jedes Milligramm Koffein aus dem Morgenkäffchen gierig zu absorbieren, nach der dritten Tasse (sonst kein Problem), war ich schon deutlich fertig.
Zittrige Hände und unwillkürliches Zucken mit Kopf und Augen ließen mich erstmals an der Durchführbarkeit meines Vorhabens zweifeln.
Ich glaube, an diesem Tag fing ich auch an, meine Umwelt an meinem Zustand teilhaben zu lassen.
Schlicht: Ich denke, ich habe angefangen zu nerven.
Meine bessere Hälfte hatte bisher noch nichts bemerkt, oder nicht bemerken wollen, oder wartete einfach auf eine Ansage.
Nichts da, ich machte keine Ansage! Aber neben ihr zu stehen, wenn sie rauchte, war ein Fest! Dummerweise machte mich das aber wieder nervös, so blieb mir nichts anderes übrig, als dem Rauch aus dem Weg zu gehen.
Wer kam nur auf diese Idee?
In dieser Nacht schlief ich kaum…