allgemein
allgemeines, eben nichts spezielles…;-)
Helden des Humors
Peter Zadek, just verstorbener Regisseur von Weltrang, hat es tatsächlich geagt, er hat DIE klischeehafteste Äußerung, die man Regisseuren gemeinhin nachsagt, tatsächlich gemacht. Zu sehen war in den Tagesthemen von heute, wie er in einer Probe tatsächlich sagte: “Och, Kinder, ich kann so nicht arbeiten!”
Resistent gegen die völlige Verständnislosigkeit meiner Frau, jagt es mir immer noch ein Schmunzeln auf meine Lippen, da ich immer dachte: Nein, DAS gibt es nur im Film.
In diesem Sinne: Schönen Urlaub!
Warum…
…erwischen mich die Callcenter-Fuzzis immer dann, wenn ich eh gerade genervt und nicht in der Verfassung bin, mir Ihren Mist in Ruhe anzuhören und sie dann ganz sauber und souverän abzubügeln?
So ist es jedes Mal genau umgekehrt, wie es eigentlich sein sollte: Ihnen ist es egal und ich rege mich auf.
Mist.

DAS Muschelrezept
Ausprobieren wollte ich das Rezept schon, als Herr Kleeberg es bei JBK vorstellte, aber es sollte mehr als ein Jahr dauern, bis es wirklich bei uns auf dem Tisch stand.
Mann, hätte ich es nur früher nachgekocht! Es ist nicht treffender zu beschreiben, als dies Herr Kleeberg in seinem Rezept (hier gefunden bei Slow Food Deutschland) beschreibt: “Dieses Rezept ist nicht molekular, nicht spektakulär, nicht kompliziert, sondern einfach saulecker.”
Jepp, genau das ist es. Und hier ist es:
Rheinische Brotsuppe mit Miesmuscheln
Zutaten für vier Personen
2 kg Miesmuscheln, gewaschen und entbartet
400 g rheinisches Roggen-Sauerteigbrot
200 g Zwiebeln
4 Zehen Knoblauch
150 g Möhren
50 g Petersilienwurzeln
200 g Staudensellerie
1 Fenchelknolle
2 Bio-Zitronen
1/2 Ltr. Weißwein, trocken (bei mir ein Grauburgunder aus Rheinhessen)
3 Lorbeerblätter
4 Zweige Thymian (habe ich weggelassen)
4 EL Petersilie, glatt
1 Ltr. Geflügelbrühe
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Butterschmalz
Pflanzenöl zum Braten
Zubereitung
Sauerteigbrot in Würfel schneiden und mit zwei Thymianzweigen in Butterschmalz in einer flachen Pfanne zu Croûtons rösten.
Muscheln nachwaschen, dabei alle nicht geschlossenen aussortieren. Zwiebeln, Knoblauchzehen, Möhren, Petersilienwurzeln, Staudensellerie und Fenchel waschen bzw. schälen und in Würfel schneiden. Das Gemüse in Pflanzenöl anschwitzen, Wein zugeben und einkochen lassen. Die Brühe angießen, Gewürze und Lorbeerblätter zugeben, aufkochen lassen, die Muscheln zugeben und circa drei Minuten bei geschlossenem Deckel kochen. Zwischendurch durchrühren oder den Topf schütteln, damit sich die Muscheln verteilen, mit Salz und Zitronensaft vorsichtig abschmecken. Muscheln herausnehmen und in eine separate Schüssel füllen. Croûtons, gezupften Thymian, grob gemahlenen schwarzen Pfeffer und Zitronenschale dazu geben und mit der Brühe auffüllen. Petersilie hacken und zugeben.
Zunächst bleiben die Croûtons knusprig, dann geben sie ihr Aroma an die Suppe ab; je länger sie in der Suppe sind, umso mehr verändert sich ihre Konsistenz.
Kolja Kleeberg
Restaurant VAU in Berlin
Rezept bei Slow Food Deutschland
Rezept bei ZDF.de