(nicht)rauchen

erfahrungen auf dem weg zum nichtraucher(?)

Mal wieder ein Zwischenstand

  • Die Industrie hat 1940 Kippen zu viel, die ich nicht gekauft habe.
  • Ich habe 155,20 € mehr als sonst, habe sie nur noch nicht gefunden.
  • Meinem Körper fehlen knapp 2 Gramm Nikotin und der Weg zu meinen Lungenbläschen wäre mit etwas mehr als 27 Gramm Teer recht gut in Schuß.
  • Und außerdem habe ich 6 Tage und 17 Stunden an Zeit gewonnen. Ich muss morgen mal bei meiner Chefin nachsehen, ich glaube die hat die gleiche Uhr am Laufen…

H.
(Daten: SWR3 Rauchfrei)

Zwischenstand

Hai !

Hier mal wieder ein Zwischenstand von der Nichtraucherfront:

23 Tage, 11 Stunden, minus 700 Zichten.

Meistens fühle ich mich gut, manchmal bin ich extrem nervös, besonders, wenn mal wieder Stress ist. Aber: siehe hier, Gefahr erkannt ;-) . Nebenwirkung: Ein leichtes Gewichtsproblem. Hält sich noch im Rahmen, ich bin auch noch nicht beunruhigt, da ich glaube, den die neuralgischen Punkte erkannt zu haben. Aber sollte es noch “schlimmer” werden…
Momentanes Mittel: Nicht mehr so oft auf die Waage stellen :-)

H.

Warum habe ich eigentlich geraucht?

oder: An was man alles denkt, wenn man nicht gleich schlafen kann…

Was ist es eigentlich?

Ist es der Geschmack?
Am Anfang vielleicht.
Aber wenn man an die vielen Sofas denkt, die man an so manchem Tag schon im Mund glaubte (rein von Geschmack), kann es das eigentlich nicht sein.

Hat es etwas mit Genuß zu tun?
Möglicherweise, aber bestimmt nur sehr selten.
Genuß kann eigentlich nur aufkommen, wenn man sich Zeit nimmt. Die meisten Kippen wurden mit Sicherheit nicht in Ruhe vernichtet!

In meinen Augen am wahrscheinlichsten:
Die Zeit, die man sich mit einer Kippe “stehlen” kann.
Mal ehrlich, wann immer es Streß gab, Hetzerei und Panik ausbrachen: Kippe raus.
Gewinn: Ein Grund, sich aus der ganzen Panik für fünf Minuten rauszuhalten, sollen sich die anderen doch die Köppe einhauen und sich auf die Füße treten.
Ich rauche !

Inzwischen nicht mehr…;)

10 Tage 12 Stunden, 313 Fluppen

Nichtraucher, Teil 2

Und das mit der Schlaferei sollte in den nächsten Tagen nicht viel besser werden… :-|
Zwischenzeitlich musste ich zudem feststellen, dass etwas in mir darauf drängte, eine Droge durch andere Drogen zu ersetzen.
Nicht nur, dass ich mir eine Espressomaschine zugelegt habe (ist aber lecker), ich musste auch feststellen, dass es zu förmlichen Säuferanfällen kam. Das erste Bierchen war eben lecker, das zweite auch, aber nach dem dritten war noch lange nicht Schluss.
Ergo habe ich vorübergehend – nachdem ich mit großem Genuss die bestehenden Vorräte vernichtet habe ;-) – auch die Weizen- und Gerstenkaltschale aus dem Programm genommen. Aber bestimmt nur vorübergehend!
Was meinen Umgang mit meinen Mitmenschen angeht:
Ich denke, ich nerve immer noch, gebe mir aber Mühe, das nicht dauernd zu tun.
Ich muss aber zugeben, dass mich die “Unleidlichkeit” anfallsähnlich überkommt.
Zuweilen reicht nur eine “seltsame” (in meinen Augen) Betonung eines Wortes, die mich doch etwas die Contenance verlieren lässt.
Ich möchte aber im Brustton der Überzeugung behaupten, dass ich mich völlig im Griff habe, natürlich :-)
Mein “SWR3 Rauchfrei” meldet mir im Moment:
8 Tage und 14 Stunden rauchfrei
257 Zigaretten nicht geraucht
20,56 Euro gespart
257 mg Nikotin und 3,6 g Teer nicht aufgenommen
21 h und 25 min Zeit gewonnen.
Das mit der Kohle, die man spart, war ja vorher schon klar, aber dass es wirklich SO viele Kippen sind, die man sich in das Gesicht steckt, ist schon interessant…
Morgen ist mein Urlaub vorbei, mal sehen, wie sich meine schubweise Nervosität und der Arbeitsalltag miteinander vertragen…

Nichtraucher, Teil 1

Es ist so weit.
Nach über 20 Jahren “Raucherkarriere” habe ich in der Neujahrsnacht um 04:30 meinen Tabaksbeutel und mein Zippo in die Schublade gelegt.
Plötzlich war ich Nichtraucher!
Was sollte mich erwarten? Ich war nur moralisch vorbereitet, medizinisch gesehen hätte ich unvorbereiteter nicht sein können. Keine Pflästerchen und Kaugummis, nichts, ein “kalter Entzug” also.
Die Nachwehen der Neujahrsnacht machten den ersten Tag des Entzuges völlig irrelevant, da mein Körper mit der Verarbeitung anderer Gifte beschäftigt war.
Der zweite Tag war schon spannender. Ich erwachte deutlich nervös. Mein Stoffwechsel schien jedes Milligramm Koffein aus dem Morgenkäffchen gierig zu absorbieren, nach der dritten Tasse (sonst kein Problem), war ich schon deutlich fertig.
Zittrige Hände und unwillkürliches Zucken mit Kopf und Augen ließen mich erstmals an der Durchführbarkeit meines Vorhabens zweifeln.
Ich glaube, an diesem Tag fing ich auch an, meine Umwelt an meinem Zustand teilhaben zu lassen.
Schlicht: Ich denke, ich habe angefangen zu nerven.
Meine bessere Hälfte hatte bisher noch nichts bemerkt, oder nicht bemerken wollen, oder wartete einfach auf eine Ansage.
Nichts da, ich machte keine Ansage! Aber neben ihr zu stehen, wenn sie rauchte, war ein Fest! Dummerweise machte mich das aber wieder nervös, so blieb mir nichts anderes übrig, als dem Rauch aus dem Weg zu gehen.
Wer kam nur auf diese Idee?
In dieser Nacht schlief ich kaum…

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